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Tom Rockets
Impotenter Mann schämt sich und hält die Hand vor das Gesicht

Wie kann ein Mann impotent werden?

Impotenz – heute als erektile Dysfunktion bezeichnet – ist ein Tabuthema. Dabei ist es ein häufiges Problem, das Männer betrifft. Der Zustand tritt auf, wenn ein Mann während des Geschlechtsverkehrs keine Erektion bekommen oder aufrechterhalten kann. Damit betrifft sie 10 % der männlichen Bevölkerung Deutschlands. Meist hat Impotenz klare Ursachen, die ein Besuch beim Arzt oder ein Wandel des Lebensstils beheben könnten.

Impotenz: Was ist das?

Ärzte sprechen von Impotenz, wenn für einen Zeitraum von einem halben Jahr in mehr als zwei Dritteln der Versuche eine erektile Störung auftritt. Das kann bedeuten, dass keine Erektion zustande kommt, diese nicht für den Geschlechtsverkehr ausreicht oder nicht lange genug anhält. Der Großteil der Männer kämpft nur gelegentlich mit Erektionsproblemen. Bei Männern zwischen 18 und 50 Jahren erleben nur 2 % regelmäßige Impotenz.

Impotenz in Folge psychischer Erkrankungen oder Medikation

Die Ursache für Impotenz ist in 55 % der Fälle physisch und in 31 % psychisch. Letzteres trifft vorrangig auf jüngere Männer zu. Hier sind Stress, Konflikte mit dem Partner, Angsterkrankungen oder Depressionen häufige Auslöser.

Auch, wenn eine erektile Dysfunktion nicht unmittelbar nach Beginn einer psychischen Erkrankung auftritt, besteht ein möglicher Zusammenhang: Antidepressiva etwa sind ursächlich. Medikamente wie Betablocker, Lipidsenker oder entwässernde Medikamente wirken ähnlich. Hier kann helfen, in Absprache mit dem Arzt auf ein anderes Präparat umzusteigen.

Blutkreislauf und Nervensystem als Ursache

Häufigste physische Ursachen für Impotenz sind der Blutkreislauf und das Nervensystem. Ein ungesunder Lebensstil oder Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Arteriosklerose stören die Blutversorgung des Penis. Ausreichend Bewegung, gemäßigter Alkoholkonsum sowie der Verzicht auf Nikotin können helfen. Schäden an den Nervenbahnen tragen ebenso zu Impotenz bei. Ursächlich könnten sein:

  • Im Bereich des Beckenraums oder am Rückenmark: Verletzungen, Operationen, Bandscheibenvorfälle oder Bestrahlungen
  • Im zentralen Nervensystem: Krankheiten wie Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Alzheimer oder ein Schlaganfall
  • An den peripheren Nerven: Krankheiten wie Diabetes mellitus oder chronischer Alkoholmissbrauch

Impotenz und das Alter

Mit dem Alter steigt das Risiko für Kreislauferkrankungen, während der Testosteronspiegel sinkt. Entsprechend steigt das Risiko einer erektilen Dysfunktion. Im Jahr 2000 zeigte eine Kölner Studie die folgende Verteilung je nach Altersgruppe:

  • 30 bis 39 Jahre: 2,3 %
  • 40 bis 49 Jahre: 9,5 %
  • 50 bis 59 Jahre: 15,7 %
  • 60 bis 69 Jahre: 34,4 %
  • 70 bis 80 Jahre: 53,4 %

Andere Studien kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Auch, wenn diese Daten zeigen, dass vorrangig ältere Männer von Impotenz betroffen sind, verschont das Problem jüngere Männer nicht. Laut Statista erlebten 7 % der 18- bis 25-jährigen Probanden einer Studie aus 2020 innerhalb der letzten zwölf Monate Erektionsprobleme. Grund könnte der Ausbruch der Corona-Pandemie sein, der viele Menschen psychisch belastete.

Was tun gegen Impotenz?

Männer mit erektiler Dysfunktion sollten einen Arzt aufsuchen. Wird die Ursache geklärt und behandelt, verschwindet oft auch die Erektionsstörung. Kann der Arzt die Ursache nicht finden oder lässt sich diese nicht lösen, behandelt der Arzt stattdessen die Symptome.
Da erektile Störungen mit dem Blutkreislauf zusammenhängen, können sie Vorboten von Schlaganfällen, Herzinfarkten oder Gefäßerkrankungen sein. Männer, die zu den Risikogruppen für diese Erkrankungen gehören, sollten bei einer erektilen Dysfunktion immer sofort einen Arzt aufsuchen.