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Geschlechtsidentitäten: Wie viele Geschlechter gibt es?

Geschlechtsidentitäten: Wie viele Geschlechter gibt es?

Zwei Geschlechtsidentitäten? Das gehört der Vergangenheit an. Schließlich ist jeder Mensch individuell. Die Bezeichnung männlich oder weiblich reicht dadurch nicht aus, um das Geschlecht zu beschreiben. Es gilt, die eigene Einzigartigkeit zu zelebrieren. Doch wie viele Identitäten gibt es eigentlich? Ich erkläre euch, wie viele Geschlechter es gibt.

Die Geschlechtsidentität kompakt erklärt

Bei der Geschlechtsidentität oder Gender handelt es sich um die persönliche Auslegung des eigenen Geschlechts. Hierbei spielt die äußere Wahrnehmung einer Person keine Rolle. Ausschlaggebend für deine Identität ist also, wie du sie einordnest. Sie kann außerdem nicht durch eine andere Person gegen deinen Willen verändert werden. Du könntest auch sagen: Dein Geschlecht ist, was du daraus machen möchtest. Dadurch gibt es zahlreiche Geschlechtsidentitäten. Sie umfassen mehr als nur Cisgender, Nichtbinär oder Transgender.

Wie viele Geschlechter gibt es?

Da jeder Mensch einzigartig ist, lässt sich die Anzahl an Geschlechtsidentitäten nur schwer bestimmen. Jedoch gibt es Obergruppen, die dir die Orientierung erleichtern sollen. Die bekanntesten davon sind Cisgender, Transgender oder auch Pangender. Darüber hinaus kannst du deine Identität als genderfluid, neutrois oder agender beschreiben. Auch bigender, andogyn, demigender oder foggender sind mögliche Optionen. Gleiches gilt für eine nichtbinäre Geschlechtsidentität.

Was die einzelnen Gender bedeuten – eine Übersicht

1. Cisgender

Cisgender bedeutet, dass ein Mensch sein Geschlecht im Laufe seines Lebens nicht ändern möchte. Wirst du also als männliches Baby geboren und würdest du dich weiterhin als Mann sehen, könntest du deine Geschlechtsidentität als Cisgender beschreiben.

2. Transgender

Als Transgender stimmt dein tatsächliches Geschlecht nicht mit den in deiner Geburtsurkunde festgehaltenen Daten überein. Bist du also beispielsweise als Frau geboren und eigentlich ein Mann, wirst du dich womöglich als transgender sehen. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass die binäre Zuordnung im Rahmen dieser Geschlechtsidentität oft abgelehnt wird. Jedoch ist das kein Muss.

3. Nichtbinär

Nichtbinär sind Menschen, die ihre eigene Geschlechtsidentität nicht näher definieren möchten. Sie legen sich also nicht auf eine traditionelle Geschlechterrolle wie männlich oder weiblich fest.

4. Genderfluid

Wer eine genderfluide Person ist, legt sich nicht auf ein bestimmtes Geschlecht fest. Es bleibt also flüssig, wie es die Identität andeutet. Das Gender kann sich also im Laufe der Zeit ändern. Dabei zählt es zu den nichtbinären Geschlechtern, wobei eine zeitweise Einordnung in männlich oder weiblich durchaus möglich ist.

5. Neutrois

Neutrois lässt sich kompakt als geschlechtsneutral übersetzen. Die Person identifiziert sich also mit keinem bestimmten Geschlecht. Das umfasst binäre Gender ebenso wie sämtliche andere Identitäten.

Auf den ersten Blick erinnert neutrois daher auch an das Agender. Jedoch gibt es hier einen wesentlichen Unterschied. Agender Menschen haben kein Geschlecht, beziehungsweise keinen Geschlechtsausdruck.

6. Bigender

Bigender beschreibt als Identität, wenn ein Mensch zwei verschiedene Geschlechter zur gleichen Zeit besitzt. Diese sind konstant vorhanden. Sie wechseln also nicht, wie es bei genderfluiden Personen der Fall ist. Jedoch kann es sein, dass in bestimmten Lebensabschnitten ein Gender in den Vordergrund tritt.

7. Androgyn

Eine androgyne Person vereint die sekundären Geschlechtsmerkmale des anderen Genders in sich. Diese Merkmale sind oft äußerer Natur, wobei das nicht unbedingt der Fall sein muss.

8. Demigender

Identifiziert sich ein Mensch als Demigender, ist eine teilweise Überschneidung mit einem anderen Geschlecht vorhanden. Diese kann stärker, aber auch schwächer ausgeprägt sein. Dadurch ergeben sich verschiedene Unterkategorien dieser Identität.

9. Foggender

Das oft als Nebelgeschlecht bezeichnete Foggender beschreibt ein nicht identifizierbares Geschlecht. Dieser Umstand resultiert aus Brainfog oder Gehirnnebel. Dabei dient es als Ausdruck der Intersektion von Gender und Neurodiversität.

10. Pangender

Pangender vereint als einzelne Geschlechtsidentität sämtliche Gender zur gleichen Zeit in sich. Das umfasst sämtliche bis dato bekannte und noch unbekannte Geschlechter.

11. Xenogender

Der Oberbegriff Xenogender beschreibt Geschlechter, die sich nicht mit üblichen Geschlechtskonzepten identifizieren. Sie beziehen sich vielmehr auf andere Themen wie Tieren oder Farben. Jedoch kann es sich dabei ebenso um Metaphern oder das Beschreiben äußerer Einflüsse handeln.

12. Agender

Menschen, die sich als Agender bezeichnen, fühlen sich keinem Geschlecht zugehörig oder geschlechtsneutral.

Photo by Pawel Czerwinski on Unsplash