Oralsex: Welche Geschlechtskrankheiten werden durch Blasen übertragen?

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In Sachen Liebe gibt es für viele nichts Schöneres als Oralsex. Doch immer wieder ranken sich Mythen um diese „schönste Nebensache der Welt“. So heißt es, dass gerade beim Oralsex jede Menge Krankheiten übertragen werden können. Was es genau damit auf sich hat und wie Männer (und Frauen) sich am besten schützen können – dazu mehr in diesem Artikel:

Blasen: Welche Geschlechtskrankheiten werden durch Oralsex übertragen?

Viele Männer fragen ich: Werden Krankheiten wie Chlamydien, Gonorrhoe und HIV durch Oralsex übertragen? Eines vorweg: Es gibt Geschlechtskrankheiten, die mit keinerlei Symptomen einhergehen. Daher ist es relativ diffizil zu erkennen, ob man sich möglicherweise mit einer bestimmten Erkrankung angesteckt hat – oder nicht. Wer sich nicht ganz sicher ist, kann den Gynäkologen oder den Urologen seines Vertrauens zu Rate ziehen und medizinische Untersuchungen durchführen lassen. So geht jeder auf Nummer sicher.

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Normalerweise greifen beim Liebesspiel viele Paare oder „Spielgruppen“ zu Kondomen. Dadurch schützen sie sich nicht nur vor Schwangerschaft, sondern auch vor möglichen gesundheitlichen Problemen. Kondome beim Oralsex zu benutzen ist hingegen denkbar ungünstig… Kaum jemand hat Lust, beim Blasen auf einem Gummi rumzulutschen.

Im Allgemeinen werden Geschlechtskrankheiten, die so genannten STIs – das steht für sexually transmitted infections – durch Bakterien, Keime und ähnliche Krankmacher verursacht. AIDS wird durch das gefürchtete HI-Virus ausgelöst. Gonorrhoe entsteht meist durch den Einfluss von Mikroorganismen oder wenn Bakterien mit dem empfindlichen Schambereich bzw. der Schleimhaut in Berührung kommen. Die Gefahr der Übertragung von Krankheiten ist durch den Austausch von Körperflüssigkeiten, wie Sperma, Vaginalsekret, Schweiß oder Speichel unter bestimmten Voraussetzungen sehr hoch. Vorsicht vor Geschlechtskrankheiten ist daher auch beim Blasen geboten.

Wie kann man sich vor Geschlechtskrankheiten beim Blasen schützen?

Fakt ist, dass die Übertragung des HIV-Virus durch Oralsex sehr wohl möglich ist. Dabei ist es unerheblich, welcher der beiden Geschlechtspartner jeweils der aktive oder der passive ist. Grundsätzlich gelangt das Virus durch den Austausch besagter Körperflüssigkeiten direkt von einem auf den anderen Sexualpartner. Wie aktuelle Untersuchungen jedoch zeigen, kann das Risiko der Krankheitsübertragung um ein Vielfaches reduziert werden, wenn die Frau oder der Mann das Ejakulat des Sex-Partners nicht direkt aufnimmt. Daher empfiehlt es sich zu vermeiden, dass das Sperma mit den Mund- und Nasenschleimhäuten in Berührung kommt. Auch häufige Partnerwechsel können die Gefahr einer Ansteckung deutlich erhöhen.

Wenn Männer Sex haben und auch eine Frau mit von der Partie ist, könnte eine zusätzliche Ansteckungsgefahr bestehen, wenn der weibliche Part die Monatsblutung hat. Gesetzt den Fall, dass das Menstruationsblut der Lady an die Mundschleimhaut des Mannes gelangt, könnten Keime und Viren von A nach B „wandern“.

Hinweis: Nicht nur über das Menstruationsblut, sondern auch über das Vaginalsekret werden die Krankmacher beim Oralsex übertragen!

Die Geschlechtskrankheit HPV

Das so genannte humane Papillomavirus verursacht im Intimbereich von Männern und Frauen juckende oder schmerzhafte Genitalwarzen. Darüber hinaus ist mit HPV die Gefahr gegeben, dass Krebsarten wie Mandelkrebs, Kehlkopf- oder Gebärmutterhalskrebs begünstigt werden. Oralsex stellt in dem Zusammenhang ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Je häufiger die Sex-Partner gewechselt werden, desto eher ist mit einer Übertragung des HP-Virus beim Oralsex zu rechnen. Wer sich vor dem humanen Papillomavirus schützen will, braucht nicht unbedingt auf Kondome zurückzugreifen. Vielmehr raten erfahrene Mediziner dazu, sich entsprechend impfen zu lassen.

Fazit

Oralsex ist keineswegs ein Indikator dafür, dass Geschlechtskrankheiten häufiger als beim vaginalen oder analen Sex-Akt übertragen werden. Es gibt jedoch Studien, die belegen, dass der Verzicht auf Anal- oder Oralsex mit Blick auf die angestrebte Vermeidung von Geschlechtskrankheiten tatsächlich „sinnfrei“ ist, wenn Oralsex als Alternative präferiert wird. So ist es nachweislich unerheblich, auf welche Weise der Sex-Akt vollzogen wird. Impfungen oder die Verwendung von Kondomen können aber helfen, eine Ausbreitung von Krankheitserregern zu unterbinden. Auch ein häufiger Wechsel der Bett-Gespielen ist eher suboptimal.