Fisten: Was müssen Anfänger beim ersten Mal beachten?

Fisten (oder Fisting) kann eine sehr erotische, interessante Sexpraktik sein, die langsam auch im Mainstream ankommt. Doch neben viel Vertrauen und Geduld sind auch Übung und Hintergrundwissen nötig. Wie funktioniert Fisting eigentlich und was muss man beim ersten Mal beachten?

Was ist Fisting? Und wie funktioniert es?

Viele Menschen können es sich gar nicht vorstellen, ist tatsächlich möglich: Beim Fisten wird die gesamte Hand des aktiven Sexualpartners ins Rektum des passiven Partners eingeführt. Dabei muss es sich aber nicht unbedingt um eine Faust handeln: es klappt auch mit mehreren Fingern oder der gestreckten Hand, die in den Po geschoben wird. Für die meisten Menschen ist Fisten ein sehr intensives Empfinden, das bei vielen Personen zu Orgasmen führen kann. Schließlich wird der Anus durch die zahlreichen Nervenenden, die an dieser Stelle sitzen, zu einer erogenen Zone. Schon kleine Bewegungen können dort sehr erregend sein.

Tom Rockets
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Fisting-Anfänger beginnen am besten mit der „Entenschnabel“-Handhaltung. Dabei wird der Daumen unter die anderen gestreckten Finger gelegt wird. Diese wird auch später noch als sehr angenehm angesehen. Es ist auch möglich, die Hand langsam zu öffnen, während sie in den Arsch eingeführt ist. Die Aufgabe des passiven Parts ist es schließlich, zu zeigen, dass er bereit ist und mehr ausprobieren möchte. Der aktiver Partner beim Fisten sollte derweil vorsichtig bleiben und mit Gefühl vorgehen.

Erstes Mal Fisting: Hygiene und Schmerzen

Gerade für Anfänger sind Einweghandschuhe beim Fisten zu empfehlen. Sie führen dazu, dass das Gleitmittel nicht in die Haut einzieht und es durch die raue Hand zu Schmerzen führt. Das erwähnte Gleitgel ist übrigens unglaublich wichtig für das Fisting: schließlich ist eine Hand ja viel größer als ein Penis und es könnte am Anfang recht schmerzhaft werden.

Aus diesem Grund sollten sich Beginner langsam herantasten – im wahrsten Sonne des Worts. Erst einen Finger, dann mehrere Finger in den Po stecken – irgendwann klappt es auch mit der ganzen Hand. Für den aktiven Partner ist es wichtig, beim Fisting keine ruckartigen Bewegungen zu machen. Das kann zu Schmerzen und letztendlich sogar zu Analfissuren führen.

Zu empfehlen sind weiterhin kurze Fingernägel beim Fisten. So werden Verletzungen vermeiden. Für den Anfang reichen sanfte Vor-und-Zurück-Bewegungen vollkommen aus. Vor allem beim ersten Mal Fisting sollten Paare nichts erzwingen, weil sie sich erst an das Gefühl gewöhnen und es zulassen müssen. Wird es schwierig und fühlt sich etwas falsch an, ist ein sofortiger Abbruch des Fistens anzuraten. Erfahrene Fister lassen sich sogar zwei Fäuste bis zum Ellenbogen in den Hintern schieben!

Fisten Anfänger: Wie wird es möglichst entspannt?

Das erste Fisten sollte in entspannter Atmosphäre passieren. Beide Sexualpartner sollten sich vollständig aufeinander einlassen und locker bleiben. Schließlich beruht diese Sexpraktik auf gegenseitigem Vertrauen und Kommunikation. Beide Partner sollten ihre Wünsche, Vorstellungen und Grenzen offen besprechen, um Sicherheit zu gewährleisten.

Eine angenehme Lage ist wichtig, um beim Fisting nicht zu verkrampfen. Am besten eignet sich die Rückenlage. Dann kann der passive Part zusätzlich noch ganz leicht pressen. So öffnet sich der Schließmuskel etwas und das Einführen der Faust in den After ist deutlich einfacher.

Vor dem Fisten empfiehlt sich außerdem eine Darmentleerung. Wenn beim Fisting Druck auf den Darm ausgeübt wird, kann es nämlich passieren, dass die Muskulatur verkrampft. Wichtiger Tipp: Es wird nicht möglich sein, sofort die ganze Hand einzuführen. Muskeln sind aber dehnbar und können lernen. Je ausgedehnter sie sind, desto angenehmer wird auch das Fisting – für beide Partner.